Hemmnisse und Hebel der Transformation in Wuppertal – ein weiterer Schritt
Wo können wir wirkungsvoll ansetzen, um die sozial-ökologische Transformation Wuppertals voranzubringen? Wie lassen sich Blockaden lösen, Ablenkungen vermeiden und wirkungsvolle Maßnahmen finden? Das sind Fragen, die wir von unserem Forschungsprojekt im Rahmen des Förderprogramms „Citizen Science For Action!“ der Hans Sauer Stiftung bearbeiten werden, falls uns die Mittel für das Vorhaben mit Berufs- und ehrenamtlich Forschenden, die durchgehend eng zusammenarbeiten, gewährt werden. Für das Jahr 2025 haben wir im September 2024 20.000 € beantragt.
Das Team
Dr. Holger Kreft, Dr. David Sittler und Anni Roolf haben ein Citizen Science-Projekt entwickelt, das sie mit Dinner for Future Wuppertal umsetzen wollen. Sie werden unterstützt durch Professorin Dr. Maria Behrens und Julius Merkens. Beide gehören zur Leitung des Transzent Instituts der Bergischen Universität Wuppertal, das für das geplante Projekt als Trägerorganisation zur Verfügung steht. Es geht darum, eine konkrete Vorstellung davon zu bekommen, was in Wuppertal geändert werden könnte und sollte: Von den Teilnehmenden, Entscheider:innen, Dinner for Future und von der Wuppertaler Zivilgesellschaft als Ganze.
Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist es, zur Beschleunigung der Transformation beizutragen: Wir wollen herausfinden, wie bisherige Blockaden der Transformation aufgelöst werden können. Neue Projektideen, Kooperationsweisen, Akzentverschiebungen im Vorgehen sowie neuartige Praktiken sollen entwickelt werden. Unsere Vision ist ein Haltungswandel bei den Akteur:innen, die erkennen, wo bei allen festzustellenden Differenzen doch Schnittmengen liegen und wie sie durch Evidenzbasierung und mehr Empathie zu einer produktiveren Diskussionsweise gelangen können. Mit einem „Katalog der Ermutigungen“ wollen wir schließlich Erfahrungswissen, gute Beispiele, Empfehlungen und Ideen wirkungsvoll vermitteln.
Geplanter Ablauf
Unser Antrag sieht folgenden Ablauf vor, den wir hier als Skizze wiedergeben – zum Vergößern auf die Grafik klicken:

Mitwirkung erwünscht
Wir suchen noch interessierte Mitbürger:innen als nicht-akademische Alltagsexpert:innen und Teilnehmende an den Dialogen. Denn sie wirken – auch – wie ein Korrektiv gegen ein mögliches „Abheben“ (allzu) akademischer Ansätze.
Hintergrund
Öffentliche Kommunikation zur Klimakrise und den anderen Krisen erschöpft sich auch in Wuppertal oft im „Herunterladen“ von Phrasen. Echte Diskussionen über die Anliegen hier vor Ort bleiben aus oder verengen sich zum Schlagabtausch, der oft nur partikularen Interessen dient. Viele Abläufe zwischen Politik, Verwaltung und Gesellschaft wirken festgefahren. Echter Dialog oder gar Kokreation bleiben Wunschträume. Der resultierende Frust, gerade bei Engagierten, zeigt sich teils in Erschöpfung, Realitätsverdrängung, Ohnmachtsgefühlen oder gar zynischem Akzeptieren negativer Perspektiven.
Wir sehen positive Perspektiven
Anstehende Begrenzungen der Ressourcennutzung sollten jedoch nicht mehr in Nutzungskonflikten steckenbleiben, die wachsende Ungleichverteilung ist zurückzuführen, Mittelvergaben sind stärker gemeinschaftlich zu gestalten. Das ist möglich, da sind sich alle Initiativen letztlich vermutlich einig. Genau das gilt es allerdings mit kontinuierlicher Bürger:innenbeteiligung zu erforschen und zu entwickeln. Dadurch wollen wir das Vertrauen in die gemeinschaftliche Wirksamkeit der Zivilgesellschaft stärken!


