SOTATA – solitaltastisch wohnen wirken wachsen in Wuppertal

Mitwirkung an einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt in Wuppertal seit Ende März 2025

Eine der zentralen Herausforderungen ist die konkrete alltagsorientierte Gestaltung von Solidarität zwischen allen Beteiligten und nach außen hin. Das ist mir ein persönliches Anliegen, auch aus meiner ganz eigenen Betroffenheit heraus.

Was bedeutet Solidarität in unserem Wohnprojekt?

Die Solidarität kann sich auf die Finanzen beziehen: Wer trägt wie viel Geld bei? Und die Solidarität geht selbstverständlich auch über finanzielle Angelegenheiten hinaus. Wie tragen wir wie viel bereits in der derzeitigen Phase zum Gelingen der Zusammenarbeit bei?

Wie viel wollen wir miteinander teilen?

In Bezug auf das spätere Zusammenleben stellen sich Fragen wie: Wie viel will eigentlich wer mit wem teilen? Wer wird später wie viel im Garten arbeiten, auch für die anderen? Wer wird in welchem Umfang bestimmte Reparaturen machen – auch für die anderen? Wie werden wir uns in der jetzigen Phase und vor allem später, wenn wir dann tatsächlich zusammen wohnen, um uns kümmern – etwa, wenn Einzelne von uns mal krank sein sollten? Wie findet in welchem Umfang ein möglicher Ausgleich statt? Wie wollen wir Gegenseitigkeit („Reziprozität“) leben? Wie regeln wir das – unausgesprochen und ausgesprochen? Und was schreiben wir in unsere Satzung und in unsere zusätzliche Wohnprojektordnung hinein?

Vertrauen untereinander

Untereinander brauchen wir außer Euros auch nicht-monetäre Unterstützungsleistungen, um unser kleines Gemeinwesen aufzubauen und später am Laufen zu halten. Vor allem brauchen wir Vertrauen: Wie bauen wir dieses Vertrauen auf und wie pflegen wir es auf längere Sicht? Das gilt dann auch noch zusätzlich mit den Menschen des Quartiers, in dem wir wohnen wollen.

Meine Aufgaben in der jetzigen Phase

Zur Zeit sind wir in der Phase der Findung als Interessengruppe und bereiten die Projektgruppen-Phase vor. Wir haben mehrere Themenschwerpunkte und daher mehrere Arbeitsgruppen. Meine Aufgabe sehe ich darin, vor allem dazu beizutragen, dass wir die folgenden Herausforderungen meistern:

  • Wie finden wir heraus, was Solidarität für jede:n Einzelne:n bedeutet und wie gestalten wir unsere jetzige Zusammenarbeit und unser späteres Zusammenleben dementsprechend solidarisch?
  • Wie organisieren wir bestmöglich unsere interne Kommunikation?
  • Wie strukturieren wir alle unsere Arbeiten methodisch und entsprechend unseren Wertvorstellungen?

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