Wie die Initiative entstanden ist

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2017 wollte die Diakonie Wuppertal als Eigentümerin die Kreuzkirche (offiziell Diakoniekirche) in eine neue Trägerschaft übergeben. Eine Initiative aus Nachbarinnen und Nachbarn, aktuellen Nutzerinnen und Nutzern der Kirche, darunter auch und vor allem die Wuppertaler Stadtmission, und Betreiberinnen und Betreibern des Inselgartens um die Kirche wollte das nicht zulassen und fand sich daraufhin kurzfristig zusammen. Die Gruppe bewarb sich um diese neue Trägerschaft. Einige BewohnerInnen des Quartiers füllen die Kirche zum Teil schon seit längerem mit Leben, indem sie, meist ehrenamtlich, die Kirche nutzen. Ich stieß erst im September 2017 zu der Initiative, da mich ein Mitglied der Gruppe einlud, als es von meinem Engagement am Lernort Wuppertal erfuhr.

Blick über das Rathaus Elberfeld zur Kreuzkirche mit ihrem kupfergrünen Turmhelm

Das Geschehen machte einige überraschende Wendungen. Es blieb aber dabei, dass wir als Initiative ein Nutzungskonzept erstellen sollten, mit dem wir aufzeigen wollen, wie der Möglichkeitsraum mit einigen (nach herkömmlicher Vorstellung „nicht-profitablen“) Angeboten im Lauf einer Probephase dennoch wirtschaftlich tragfähig werden kann, so dass die Diakonie ihre Betriebskosten für die Kirche möglichst gegen null senken kann. Wichtig dabei: Die Kirche soll als sakraler Raum gewidmet bleiben, dabei für verschiedene Formen von Spiritualität zugänglich werden und Menschen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen dienen. Das reicht von unmittelbarer Hilfe in Not bis zu Angeboten kreativer Selbstentfaltung sowie Ansatzpunkten für Veränderungsprojekte für eine gesellschaftliche Erneuerung. Wir bieten schon jetzt den Rahmen für die sehr unterschiedlichen Angebote anderer Akteure und füllen diesen Rahmen dann in eigenen anderen Rollen mit befreundeten Initiativen teilweise auch selbst aus. Die Kreuzkirche soll daher als ‚Lebenslernort‘ in das Mirker Quartier hineinwirken.

Die Initiative Kreuzkirche e.V. ist mittlerweile ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Sie steht auch formalrechtlich als gleichwertiger Ansprechpartner für andere Einrichtungen zur Verfügung. Seit Anfang 2018 gestalten wir einen bemerkenswert intensiven Gesprächs- und Lernprozess mit der Diakonie, um die unterschiedlichen Vorstellungen zur Nutzung der Kirche zu verbinden und zu verwirklichen.